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Franziska van Almsick (* 5. April
1978 in Berlin) ist eine ehemalige deutsche Schwimmerin und mehrfache Welt-
und Europameisterin.
Leben
Franziska van Almsick, von Fans und Medien auch "Franzi" genannt, begann als
Fünfjährige mit dem Schwimmen. Mit sieben Jahren wurde sie ins Ostberliner
Schwimm-Trainingszentrum aufgenommen, wo sie die Jüngste war. Sie kam bald
darauf in eine Kinder- und Jugendsportschule (KJS) der DDR, und bereits mit
elf Jahren gewann sie bei der Kinder- und Jugendspartakiade neun
Goldmedaillen. Nach Jugend-Wettkämpfen der DDR gewann sie bei
Junioren-Europa- und Weltmeisterschaften. Seit 1996 trainierte van Almsick
bei der SG Neukölln Berlin mit Cheftrainer Norbert Warnatzsch davor beim SC
Berlin mit Dieter Lindemann, dem sie ihren ersten Weltrekord zu verdanken
hat.
Im Jahr 1992 errang sie ihren ersten Weltcup-Sieg über 100 m Freistil und
sie schwamm Kurzbahn-Weltrekord über 50 m Freistil. Bei den Olympischen
Sommerspielen 1992 in Barcelona gewann sie die Silbermedaille über 200 m
Freistil, Silber mit der 4x100-m-Lagen-Staffel und Bronze über 100 m
Freistil und der 4x100-m-Freistil-Staffel. Nach den Olympischen Spielen von
Barcelona avancierte sie zum ersten gesamtdeutschen Sportstar nach der
deutschen Wiedervereinigung und ihr Bekanntheitsgrad wurde vergleichbar mit
dem von Popstars.
Im Jahr 1993 konnte sie beim Weltcup dreimal einen neuen Weltrekord
aufstellen und wurde Weltcup-Gesamtsiegerin. Bei den
Schwimmeuropameisterschaften 1993 in Sheffield gewann sie sechs
Goldmedaillen und wurde für ihre Leistungen zur "Welt-Sportlerin des Jahres"
gewählt.
Dramatisch war ihr Auftritt bei den Schwimmweltmeisterschaften 1994 in Rom.
Auf ihrer Paradedisziplin 200 m Freistil konnte sie sich zunächst als Neunte
im Halbfinale nicht für das Finale qualifizieren. Ihre Mannschaftskollegin
Dagmar Hase, die sich qualifiziert hatte, trat daraufhin nicht im Finale an
und ihr Platz wurde für van Almsick frei. Das Finale wurde dann zu einem
Triumph für die Berlinerin und sie wurde Weltmeisterin, wobei sie
gleichzeitig einen neuen Weltrekord aufstellte.
Bei den Olympischen Sommerspielen 1996 in Atlanta ging sie über 200 m
Freistil als große Favoritin an den Start, gewann dann aber "nur" die
Silbermedaille. Dies war der Beginn einer Jagd nach einem Olympiasieg, der
ihr bis zum Karriereende 2004 nicht gelingen sollte. Zur sportlichen
Enttäuschung wurden für sie die Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney, von
denen sie nach Deutschland zurückkehrte, ohne an einem Einzelfinale
teilgenommen zu haben; mit der Staffel gewann sie eine
Staffel-Bronzemedaille. Wurde sie in den früheren Jahren von den deutschen
Massenmedien noch in den Himmel gelobt, so fielen diese jetzt über sie her.
Die Berliner Boulevard-Zeitung B.Z. nannte sie Franzi van Speck. Das
Karriereende schien für sie nah.
Bei den Schwimmeuropameisterschaften 2002 in ihrer Heimatstadt Berlin errang
van Almsick fünf Goldmedaillen, unter anderem den Europameistertitel über
200 m Freistil, wobei sie ihren eigenen Weltrekord von 1994 nochmals
verbesserte und erneut zur Favoritin für die Olympischen Spiele 2004
avancierte. Für dieses Comeback wurde sie 2002 erneut zur Sportlerin des
Jahres gewählt. Ihr damaliger Weltrekord hielt bis zu den
Schwimmweltmeisterschaften 2007, als die Italienerin Federica Pellegrini
ihren Rekord bereits im Halbfinale um 17 Hundertstelsekunden unterbot.Im
Finale wurde der Weltrekord von der Französin Laure Manaudou um weitere 95
Hundertstel auf 1:55,52 verbessert.[2] Da auch die Deutsche Annika Lurz
unter der bisherigen Bestmarke blieb, verlor van Almsick auch den Deutschen
Rekord.
Die Olympischen Spiele 2004 in Athen sollten der Karrierefinal- und
Höhepunkt für sie werden. Doch erneut gelang es ihr nicht, eine Goldmedaille
zu gewinnen. Sie beendete ihre Karriere mit zwei Bronzemedaillen mit der
4x200-Meter-Freistilstaffel (mit neuem Europarekord) und der
4x100-Meter-Lagenstaffel und erreichte Rang 5 über 200 m Freistil.
Bei den Schwimmweltmeisterschaften 2005 in Montreal arbeitete sie als
Co-Kommentatorin für die ARD. Im Jahr 2006 kommentierte sie kurzzeitig für
RTL die Formel 1.
Franziska van Almsick hat einen Sohn.
Unter dem Titel Aufgetaucht veröffentlichte Franziska van Almsick 2004 auch
eine Autobiographie.
Erfolge
Franziska van Almsick konnte auf europäischer
Ebene 18 Goldmedaillen und bei Weltmeisterschaften zwei Titel gewinnen.
Olympische
Spiele
1992
- 2 x Silber: 200 m Freistil; 4 x 100 m
Lagen
- 2 x Bronze: 100 m Freistil; 4 x 100 m
Freistil
1996
- 2 x Silber: 200 m Freistil; 4 x 200 m
Freistil
- 1 x Bronze: 4x100 m Freistil
2000
- 1 x Bronze: 4x200 m Freistil
2004
- 2 x Bronze: 4x200 m Freistil; 4x100 m
Lagen
Weltmeisterschaften
1994
- 1 x Gold: 200 m Freistil
- 1 x Silber: 4x200 m Freistil
- 2 x Bronze: 100 m Freistil; 4x100 m
Freistil
1998
- 1 x Gold: 4x200 m Freistil
- 1 x Silber: 4x100 m Freistil
Europameisterschaften
1993
- 6 x Gold: 50 m Freistil; 100 m Freistil;
200 m Freistil; 4x100 m Freistil; 4x200 m Freistil; 4x100 m Lagen
- 1 x Silber: 100 m Schmetterling
1995
- 5 x Gold: 100 m Freistil; 400 m
Freistil; 4x100 m Freistil; 4x200 m Freistil; 4x100 m Lagen
- 1 x Silber: 50 m Freistil
1999
- 2 x Gold: 4x100 m Freistil; 4x200 m
Freistil
- 1 x Silber: 4x100 m Lagen
2002
- 5 x Gold: 100 m Freistil; 200 m
Freistil; 4x100 m Freistil; 4x200 m Freistil; 4x100 m Lagen
- 4 x200m Rückenstaffel 1
Auszeichnungen
- 1992 Bambi
- 1993 Sportlerin des Jahres in
Deutschland, Europa (UEPS) und der Welt (AIPS)
- 1995 Sportlerin des Jahres in
Deutschland
- 2002 Sportlerin des Jahres in
Deutschland
- 2002 Bambi
- 2002 Maxim-Woman of the year (Sport)
Lesen sie mehr auf Sporthelden.de
1994 - "Franzis" goldenes Happy-End
1994 - Die Siegerehrung: Tränen auf dem Podest
Die Bestzeiten von Franziska van Almsick
Steckbrief und Kurzporträt Franziska van Almsick
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van Almsick. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand:
4. Februar 2008, 15:40 UTC. URL:
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(Abgerufen: 15. Februar 2008, 15:38 UTC)
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