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Gerhard Hetz (* 13. Juli 1942
in Hof) ist ein ehemaliger deutscher Schwimmer und Schwimmtrainer. Er konnte
je eine olympische Silber- und Bronzemedaille gewinnen. Während seiner
Laufbahn errang er zwei Weltrekorde, elf Europarekorde und 43 deutsche
Rekorde. Seine Schützlinge holten bei international bedeutenden
Meisterschaften insgesamt 31 Medaillen.
Erfolge als Schwimmer
Bei den Olympischen Sommerspielen 1964 in Tokio erreichte Hetz über 400
m Lagen die Bronzemedaille hinter den amerikanischen Schwimmern Richard Roth
und Roy Saari. In der 4×200-m-Freistilstaffel (mit Horst-Günther Gregor,
Frank Wiegand und Hans-Joachim Klein) holte er die Silbermedaille hinter der
Staffel der USA. Er hielt auch eine Zeit lang den Europarekord über 200 m
Freistil.
In den sechziger Jahren war er in Deutschland der herausragende Schwimmer im
Lagen- und Freistilschwimmen. Zwischen 1960 und 1966 holte er insgesamt 27
deutsche Meistertitel. Über 1500 m Freistil war er zwischen 1959 und 1964 in
Deutschland unbesiegt. In den Jahren 1962 und 1963 wurde er zu Deutschlands
Sportler des Jahres gewählt.
Erfolge als Trainer
Nach seiner Karriere als Schwimmer wurde Hetz Trainer der
Schwimmmannschaften von Blau-Weiß Bochum, SSF Bonn (1968–1975) und SV
Rhenania Köln (1975–1991). Seine erfolgreichsten Schüler waren Werner Lampe
(Olympiadritter 1972 über 200 m Freistil) und Rainer Henkel
(Doppelweltmeister 1986 über 400 m und 1500 m Freistil). Eines seiner
größten Talente war Peter Sitt aus Kerpen, dem Hetz bei den Olympischen
Spielen 1988 in Seoul eine Goldmedaille über 200 m Freistil prophezeite.
Hetz irrte jedoch, Olympiasieger wurde der Australier Duncan Armstrong in
neuer Weltrekordzeit, Michael Groß wurde als bester Deutscher Fünfter und
Sitt konnte sich überhaupt nicht für das Finale qualifizieren.
Als Trainer war Hetz nicht unumstritten. Er galt als „Schleifer“, der seine
Schützlinge viele Kilometer im Becken trainieren ließ. Auch bei den
Funktionären war Hetz nicht immer beliebt; nachdem einer seiner Athleten für
die Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles nicht nominiert wurde, rief er
seine Anwälte.[2] Nach seiner erfolgreichen Zeit als Vereinstrainer wurde er
1997 Trainer am Olympiastützpunkt Köln/Bonn/Leverkusen.
Privates
Gerhard Hetz lebt mit seiner Familie in Mexiko und betreibt in Barra de
Navidad das „Hotel Delfin“.
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Dezember 2007, 23:46 UTC. URL:
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(Abgerufen: 15. Februar 2008, 19:45 UTC)
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