|
|
Ingrid
Mickler-Becker, geb. Becker (* 26. September 1942 in Geseke, Westfalen),
ist eine deutsche Leichtathletin, die - für die Bundesrepublik startend -
zwei Olympiasiege errang: 1968 gewann sie die Goldmedaille im Fünfkampf. Bei
den Olympischen Spielen 1972 in München war sie Mitglied der siegreichen
4x100-Meter-Staffel.
1971 wurde sie nach zwei Siegen bei der Leichtathletik-Europameisterschaft
zur Sportlerin des Jahres gewählt.
Sie nahm erstmals 1960 an Olympischen Spielen teil und war in diesem Jahr
jüngstes Mitglied der deutschen Mannschaft.
Ergebnisse
bei internationalen Meisterschaften im einzelnen
- 1960, Olympische Spiele (Start in der
gemeinsamen deutschen Mannschaft):
- 1962, Europameisterschaft:
- Platz 4 im Fünfkampf (4663 Punkte)
- 1964, Olympische Spiele (Start in der
gemeinsamen deutschen Mannschaft)
- Platz 4 im Weitsprung (6,40 m)
- Platz 8 im Fünfkampf (4717 Punkte)
- 1966, Europameisterschaft:
- in der Weitsprung-Qualifikation
ausgeschieden
- 1968, Olympische Spiele:
- Platz 1 im Fünfkampf (5098 Punkte:
10,9 s - 11,48 m - 1,71 m - 6,43 m - 23,5 s)
- Platz 6 im Weitsprung (6,43 m)
- Platz 6 mit der 4x100-Meter-Staffel
(43,6 s)
- 1969, Europameisterschaft:
- Platz 2 mit der 4x100-Meter-Staffel
(44,0 s, zusammen mit Bärbel Hähnle, Jutta Stöck und Rita Jahn (Wilden))
- 1971, Europameisterschaft:
- Platz 1 im Weitsprung (6,41 - ungültig
- 6,64 - ungültig - ungültig - 6,76)
- Platz 1 mit der 4x100-Meter-Staffel
(43,3 s, zusammen mit Elfgard Schittenhelm, Inge Helten und Annegret
Irrgang (Richter)
- Platz 2 im 100-Meter-Lauf (11,5 s),
bezwungen von Renate Stecher
- 1972, Olympische Spiele:
- Platz 1 mit der 4x100-Meter-Staffel
(42,81 s, Weltrekord, zusammen mit Christiane Krause, Annegret Richter
und Heidemarie Rosendahl)
- 100-Meter-Lauf: im Halbfinale
ausgeschieden
- Weitsprung: Qualifikation nicht
erfüllt
Ingrid Mickler-Becker hatte bei einer Größe
von 1,78 m ein Wettkampfgewicht von 64 kg.
Weitere Lebensstationen
Ingrid Mickler-Beckers Vater fiel im Zweiten Weltkrieg.
Sie war zunächst Verkäuferin und Gemeinde-Angestellte und nahm später ein
Lehrerstudium auf. 1973 erhielt sie den Preis des Kultusministers des Landes
Rheinland-Pfalz für das beste Examen des Jahres an der Universität Mainz.
Bis 1987 war sie Gymnasiallehrerin für Sport und Sozialkunde in Mainz,
danach ging sie in die USA, wo ihr Mann als Ingenieur tätig war. 1990 war
sie für die CDU für anderthalb Jahre Staatssekretärin im Sozialministerium
von Rheinland-Pfalz, verlor aber den Posten nach der nächsten Wahl wieder.
Später war sie für eine deutsch-schweizerische Beratungsfirma tätig.
2005 erhielt Ingrid Mickler-Becker die Auszeichnung Goldene Sportpyramide
2005 (25.000 Euro) der Stiftung Deutsche Sporthilfe für ihr Lebenswerk als
Sportlerin und bei der Förderung des Sports.
Seit 1977 ist sie persönliches Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees.
Sie ist verheiratet mit Friedrich Mickler und Mutter eines Sohnes (Philipp).
Ingrid Mickler-Becker lebt in Zornheim (Rheinhessen).
Vereine [Bearbeiten]Ingrid Mickler-Becker ist Mitglied in der
Leichtathletik-Gemeinschaft Geseke (LG Geseke), der vermutlich ältesten LG
Deutschlands, und ist für diesen Verein auch viele Jahre als aktive
Sportlerin gestartet. Auch heute noch engagiert sie sich für den Verein und
ihre Heimatstadt Geseke. So leitet sie als Vorsitzende den Förderverein für
Leichtathletik in Geseke e.V.
In ihrer aktiven Karriere startete sie für die LG Geseke und den USC Mainz.
___________________________________________________________________
Dieser Artikel
basiert auf dem Artikel Ingrid Mickler-Becker aus der freien
Enzyklopädie
Wikipedia und steht
unter der
GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine
Liste der Autoren
verfügbar.
Artikel Ingrid
Mickler-Becker. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
Bearbeitungsstand: 28. Dezember 2007, 06:54 UTC. URL:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ingrid_Mickler-Becker&oldid=40505122
(Abgerufen: 27. Februar 2008, 19:48 UTC)
|
|