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Daten |
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Geburtsname |
Ralf Rocchigiani |
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Gewichtsklasse |
Cruisergewicht |
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Nationalität |
Deutsch |
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Geburtstag |
13. Februar 1963 |
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Geburtsort |
Duisburg |
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Stil |
Linksauslage |
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Größe |
1,83 m |
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Kampfstatistik |
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Kämpfe |
58 |
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Siege |
42 |
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K.-o.-Siege |
17 |
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Niederlagen |
9 |
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Unentschieden |
7 |
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Ralf Rocchigiani
(* 13. Februar 1963 in Rheinhausen, heute Duisburg-Rheinhausen) ist ein
deutscher Boxer, der in Duisburg-Hamborn aufgewachsen ist. Sportlich stand
er oft im Schatten seines jüngeren Bruders Graciano, obwohl Ralf Rocchigiani
von nicht wenigen Experten das größere Talent bescheinigt wurde.
Karriere
Amateur
Ralf Rocchigiani gewann 108 seiner 125 Amateurkämpfe. 1980 wurde er
deutscher Juniorenmeister, 1982 Vizemeister im Halbschwergewicht. Bei der
Junioreneuropameisterschaft 1982 in Schwerin belegte er einen dritten Platz.
Außerdem nahm er 1983 an der Europameisterschaft in Warna teil, scheiterte
dort jedoch im Viertelfinale.
Profi
Im September 1983 unterschrieb Rocchigiani einen Managervertrag bei Eberhard
Thust und einen Promotervertrag bei Wilfried Sauerland. Er begann seine
Profikarriere am 5. November 1983 mit einen Erstrunden-KO gegen Hans Gimborn.
Nach insgesamt 13 Kämpfen ohne Niederlage forderte Rocchigiani im Dezember
1984 den Deutschen Meister im Halbschwergewicht, Manfred Jassmann, heraus.
Dabei musste sich Rocchigiani nach zehn Runden durch eine
Punktrichterentscheidung erstmals in seiner Karriere geschlagen geben. Ein
halbes Jahr später standen sich beide Boxer in einem Rückkampf gegenüber.
Auch hier konnte Jassmann seinen Titel behalten, allerdings nur durch ein
Unentschieden. Nach diesem Kampf boxte Rocchigiani im August 1985 gegen
Josef Kossmann um den deutschen Meistertitel der neu eingeführten
Gewichtsklasse des Cruisergewichts und gewann durch Abbruch in der zweiten
Runde.
Trotz des Titelgewinns galt Ralf Rocchigiani seit Beginn seiner
Profilaufbahn als wenig ehrgeiziger Boxer, welcher sein Potential nicht
genügend nutzte. Dies wurde erstmals deutlich, als Rocchigiani nach einer
Reihe siegreicher Kämpfe gegen relativ unbekannte Gegner im Oktober 1986 die
Chance erhielt, um einen internationalen Titel zu boxen. Gegner war der
Europameister im Halbschwergewicht Alex Blanchard aus den Niederlanden. Doch
Rocchigiani vergab diese Gelegenheit, da er nach Meinung vieler Beobachter
seine Möglichkeiten nicht voll ausschöpfte. Letztendlich musste er sich in
einem insgesamt farblosen Kampf nach Punkten geschlagen geben. Auf der
gleichen Veranstaltung gelang indes Bruder Graciano mit dem Gewinn der
Deutschen Meisterschaft gegen Jassmann das, was Ralf Rocchigiani rund
anderthalb Jahre zuvor verwehrt geblieben war.
Im Anschluss verteidigte Ralf Rocchigiani die deutsche Meisterschaft im
Cruisergewicht dreimal, unter anderem gegen seinen alten Rivalen Manfred
Jassmann, den er dabei erstmals bezwingen konnte. Im Frühjahr 1989 bot sich
dann für Rocchigiani erneut die Möglichkeit, um den Europameistertitel im
Halbschwergewicht kämpfen zu dürfen. Titelverteidiger war mit Jan Lefeber
erneut ein Niederländer. Beide Boxer kannten sich einander gut, da sie sich
bereits acht Monate zuvor in einem Nichttitelkampf gegenüber gestanden
hatten. Konnte damals Rocchigiani den Vergleich nach Punkten für sich
entscheiden, so lautete diesmal das Urteil der Punktrichter auf
Unentschieden, womit Rocchigiani erneut den Europameistertitel verfehlte.
In den folgenden zwei Jahren stieg Rocchigiani insgesamt vier Mal in den
Ring, unter anderem zu einer weiteren erfolgreichen Titelverteidigung im
Cruisergewicht. Allerdings musste er auch zwei Niederlagen einstecken. Im
Mai 1991 forderte Ralf Rocchigiani den Deutschen Schwergewichtsmeister
Markus Bott heraus. Doch wie in seinen beiden EM-Kämpfen zuvor musste sich
auch hier Rocchigiani wieder nach Punkten geschlagen geben. Die Karriere des
gebürtigen Duisburgers schien sich dem Ende zuzuneigen.
Im Oktober 1992 jedoch durfte Ralf Rocchigiani gegen Tyrone Booze erstmals
um einen Weltmeistertitel im Cruisergewicht boxen. Der US-Amerikaner war
Titelhalter der WBO. Dieser Weltverband wurde erst drei Jahre zuvor
gegründet und hatte nicht das Renommee der drei etablierten Weltverbände WBA,
WBC und IBF. Daher galt der 33-jährige aus Clearwater mit einer
durchwachsenen Kampfbilanz von 16 Siegen aus 28 Kämpfen im Vergleich zu den
Titelträgern der Konkurrenzverbände als lösbare Aufgabe. Doch obwohl
Rocchigiani diesmal im Gegensatz zu vielen seiner vorherigen Auftritte eine
starke Vorstellung bot, blieb ihm wiederum ein internationaler Titel
versagt. Doch trotz der erneuten Punktniederlage galt Rocchigiani zumindest
als der moralische Sieger, da er den Kampf über weite Strecken ausgeglichen
gestalten konnte.
1994 verlor Rocchigiani, welcher mittlerweile zur Universum Box-Promotion
gewechselt war, schließlich auch seinen deutschen Meistertitel gegen den
damaligen neuen deutschen Hoffnungsträger Torsten May.
Ralf Rocchigianis Zeit als Hauptkämpfer schien mit dem Titelverlust vorbei
zu sein. Als er am 10. Juni 1995 das Angebot bekam, gegen den Briten Carl
Thompson in dessen Heimatstadt Manchester um den mittlerweile vakanten
WBO-Titel im Cruisergewicht zu kämpfen, war seine Niederlage bereits fest
eingeplant. Doch in seinem ersten Profikampf außerhalb Deutschlands leistete
Rocchigiani dem haushohen Favoriten erbittert Gegenwehr. Trotzdem musste er
in der fünften Runde nach einem schweren Volltreffer des Gegners zum ersten
Mal in seiner Karriere zu Boden. Mit einer unglaublichen Energieleistung
kämpfte sich der Deutsche aber in den Kampf zurück und konnte seinerseits
Thompson noch in derselben Runde zu Boden schlagen. Nachdem beide Boxer in
den folgenden Runden noch kritische Phasen zu überstehen hatten, gab
Thompson eine Runde vor Ende des Kampfes auf. Obwohl der Lokalmatador bei
allen drei Punktrichtern uneinholbar in Führung lag, machte es eine
Schulterverletzung unmöglich, weiterzukämpfen. Ralf Rocchigiani war mit
seinem ersten internationalen Titelgewinn nach Max Schmeling erst der zweite
deutsche Boxer, der einen Weltmeistertitel im Ausland gewinnen konnte.
Rocchigiani verteidigte diesen Titel sechs Mal, doch obwohl viele seiner
Gegner den Nachweis ihrer Klasse schuldig blieben, konnte er dabei nicht
immer überzeugen. Gegen den 40-jährigen Nigerianer Bash Ali beispielsweise
blieb der Titelverteidiger nur durch einen schmeichelhaften Punktsieg im
Besitz des Weltmeistergürtels. In der Neuauflage des Duells gegen Thompson
verpasste Rocchigiani, über zwei Jahre nach seinem Titelgewinn, eine
neuerliche Sensation und musste sich diesmal nach großem Kampf durch
Mehrheitsentscheid geschlagen geben. Am 18. September 1999 beendete Ralf
Rocchigiani nach einem Abbruchsieg in der sechsten Runde über den Tschechen
Andreas Wornowski seine Boxkarriere.
Nach der Boxkarriere
Nach seinem Karriere-Ende trainierte Ralf Rocchigiani seinen Bruder Graciano
und kommentierte darüber hinaus Boxkämpfe im Pay-TV Sender Premiere.
Außerdem bewirtschaftete Rocchigiani eine Kneipe am Savignyplatz in
Berlin-Charlottenburg, welche er aber im Sommer 2007 schließen musste. [1]
Heute betreibt er mit Graciano Rocchigiani in Duisburg ein Sportstudio
namens „Rockys Gym“, in welchem beide auch die Boxer Ali Yıldırım und Richel
Hersisia betreuen.
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dem Artikel Ralf Rocchigiani aus der freien
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21. März 2008, 06:41 UTC. URL:
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(Abgerufen: 4. April 2008, 13:24 UTC)
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