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Hans-Jürgen Bäumler (* 28.
Januar 1942 in Dachau, Bayern) ist ein deutscher Eiskunstläufer,
Schauspieler, Schlagersänger und Moderator.
Leben
Eisläufer
Hans-Jürgen Bäumler wurde im Eiskunstlauf mit seiner Partnerin Marika Kilius
zur Sportlegende. Gemeinsam mit ihr wurde er im Paarlauf vier Mal Deutscher
Meister, sechs Mal Europameister, zweimal Weltmeister und gewann zwei
Silbermedaillen bei den olympischen Winterspielen 1960 und 1964. Bei den
Olympischen Winterspielen 1964 waren sie als Favoriten an den Start
gegangen. Olympiasieger wurden jedoch überraschend ihre Erzrivalen Ljudmila
Beloussowa und Oleg Protopopow. Außerdem gab es Diskussionen um den
Amateurstatus des Paares. Es hieß, sie hätten bereits vor dem Wettbewerb
einen Vertrag mit der Icerevue Holiday on Ice unterschrieben. So wurde die
Silbermedaille zeitweise aberkannt. Heute werden sie wieder offiziell von
der International Skating Union (ISU) als Olympiazweite 1964 geführt. Die
Silbermedaillen wurden ihnen von dem Internationalen Olympischen Komitee
1987 wieder zurückgegeben. Seit 1964 traten Marika Kilius und Hans-Jürgen
Bäumler dann zuerst bei der Wiener Eisrevue und schließlich bei Holiday on
Ice auf. Er ist Träger des „Silbernen Lorbeerblattes“, und die deutsche
Sportpresse verlieh ihm „Das goldene Band der Sportjournalisten“.
Schlagersänger
Nach ihrer sportlichen Karriere traten beide als Schlagersänger in
Erscheinung. Mitte der 1960er Jahre hatten sie einige Schlager gemeinsam und
Bäumler auch als Solointerpret aufgenommen. Bäumlers größter Soloerfolg war
1964 das Lied Wunderschönes fremdes Mädchen. 1965 erhielt er als Sänger den
„Bronzelöwen“ von Radio Luxemburg. Anschließend arbeitete er zwei Jahre bei
diesem Sender als Sprecher und Moderator.
Film und TV
Ab 1964 wurde er auch als Schauspieler bekannt. Neben seinen Spielfilmen
machte er die „Eis-Operette“ bekannt. Hier war er 1969 in der Operette „Im
weißen Rössl“ und 1970 in „Maske in Blau“ zu sehen. Erfolgreich war auch die
Fernsehserie Salto Mortale. In 12 Spielfilmen war er Partner u.a. von Paul
Hörbiger, Johanna Matz, Terence Hill, Heinz Erhard, Uschi Glas, Theo Lingen
und Gunter Philipp. Der Revuefilm „Die Große Kür“ bekam als Auszeichnung die
„Goldene Leinwand“.
Theater
Seiner Ausbildung zum Schauspieler und dem Sprachstudium in München folgte
1968 das erste Engagement am Heidelberger Theater „Tangente“ mit Edith
Hancke und Waltraut Haas. In vielen Hauptrollen stand er danach in
Österreich, der Schweiz und in Deutschland auf der Bühne. Theaterstücke der
letzten Zeit: „Wirst du mich auch morgen früh noch lieben?“, „Es war nicht
die Fünfte, es war die Neunte“, „Bleib doch zum Frühstück“, „Ein Seestern im
Garten“, „Hände weg von meiner Frau“ und der Klassiker „Kunst“.
Moderator
Ab Mitte der 1970er Jahre war er Moderator von verschiedenen Quizsendungen,
unter anderem „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“, „Das waren Hits“ und
„Was wäre wenn“ im ZDF. Von 1990 bis 1993 moderierte er bei RTL plus die
Quizshow Riskant!. Im Oktober 2006 gehörte er der Jury in der RTL-Show
Dancing on Ice gemeinsam mit seiner ehemaligen Partnerin Marika Kilius an.
In der Folge 'Reich für einen Tag' der Sitcom King of Queens hat Arthur ein
paar Schlittschuhe, die von Bäumler getragen wurden und angeblich ungefähr
100 US-Dollar wert seien.
Familie
Er ist seit 1974 verheiratet mit Marina, von Beruf Lehrerin. Sie leben heute
an der Côte d'Azur. Das Paar hat zwei Söhne.
Ehrungen und Preise
Mit Marika Kilius war er sechsmal in Folge Europameister im
Eiskunstlauf, zweimal Weltmeister und holte zweimal olympisches Silber für
Deutschland. Er ist Träger des „ Silbernen Lorbeerblattes“, und die deutsche
Sportpresse verlieh ihm „Das goldene Band der Sportjournalisten“.
Erfolgstitel
- Wenn die Cowboys träumen 1964
(mit Marika Kilius)
- Honeymoon in St. Tropez 1964 (mit
Marika Kilius)
- Wunderschönes fremdes Mädchen
1964
- Sorry little Baby 1964
- Aber mein Herz ist allein 1964
- Eine Träne unter tausend 1964
- Viel zu groß ist meine Liebe 1964
- Einmal gibt's ein Wiedersehn 1965
- Der Tag an dem die Liebe kam 1966
Filmografie
- 1964: Die große Kür (mit Marika Kilius)
- 1965: Die Liebesquelle
- 1965: Ruf der Wälder
- 1966: Happy End am Wolfgangsee
- 1966: Das sündige Dorf
- 1967: Das große Glück (mit Marika Kilius)
- 1967: Paradies der flotten Sünder
- 1969: Salto Mortale (Fernsehserie) (Season
1)
- 1970: Hurra, unsere Eltern sind nicht da
- 1971: Verliebte Ferien in Tirol
- 1971 - 1972: Salto Mortale
(Fernsehserie) (Season 2)
- 1972: Die lustigen Vier von der
Tankstelle
- 1973: Sonja schafft die Wirklichkeit ab
oder… ein unheimlich starker Abgang
- 1974: Schwarzwaldfahrt aus Liebeskummer
- 1993: Almenrausch und Pulverschnee
(Fernsehserie)
Eiskunstlaufen
Erfolge/Ergebnisse im Paarlaufen mit Marika Kilius
Olympische
Winterspiele
- 1960 - 2. Rang
- 1964 - 2. Rang
Weltmeisterschaften
- 1958 - 6. Rang
- 1959 - 2. Rang
- 1960 - 3. Rang
- 1961 – ausgefallen wegen Flugzeugabsturz
der USA-Mannschaft
- 1962 – nicht teilgenommen
- 1963 - 1. Rang
- 1964 - 1. Rang
Europameisterschaften
- 1958 - 5. Rang
- 1959 - 1. Rang
- 1960 - 1. Rang
- 1961 - 1. Rang
- 1962 - 1. Rang
- 1963 - 1. Rang
- 1964 - 1. Rang
Deutsche-Meisterschaften
- 1958 - 1. Rang
- 1959 - 1. Rang
- 1960 - 2. Rang
- 1961 - 2. Rang
- 1962 - 2. Rang
- 1963 - 1. Rang
- 1964 - 1. Rang
Ergebnisse/Erfolge im Einzellauf
Weltmeisterschaften
- 1956 - 12. Rang
- 1957 – nicht teilgenommen
- 1958 - 14. Rang
Europameisterschaften
- 1956 - 14. Rang
- 1957 - 6. Rang
- 1958 - 8. Rang
Deutsche-Meisterschaften
- 1955 - 4. Rang
- 1956 - 3. Rang
- 1957 - 2. Rang
- 1958 - 3. Rang
- 1959 - 3. Rang
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Hans-Jürgen Bäumler. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
Bearbeitungsstand: 12. Januar 2008, 21:43 UTC. URL:
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(Abgerufen: 18. Februar 2008, 19:18 UTC)
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