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Carl-Uwe Steeb (* 1. September
1967 in Aalen) ist ein ehemaliger deutscher Tennisprofi.
Leben:
Der Linkshänder Carl-Uwe Steeb, genannt "Charly", begann seine Profikarriere
1986. Drei Jahre zuvor gewann er die deutsche U-16-Meisterschaft. In der
ATP-Weltrangliste erreichte er seine beste Platzierung 1990 mit dem 14.
Platz. Er gewann drei Einzeltitel in Gstaad (1989), Genf (1991) und Moskau
(1995).
Bekannt machten Steeb vor allem seine Einsätze als zweiter Einzelspieler des
deutschen Davis Cup-Teams. 1988 bezwang er im Finale im schwedischen
Göteborg den damaligen Weltranglistenersten Mats Wilander nach
0:2-Satzrückstand mit 8:10, 1:6, 6:2, 6:4, 8:6 (erst im darauffolgenden Jahr
wurde auch im Davis-Cup für die ersten 4 Sätze der Tie-Break eingeführt).
Boris Becker besiegte im anschließenden zweiten Einzel Stefan Edberg und
siegte im Doppel an der Seite von Eric Jelen gegen Stefan Edberg und Anders
Järryd, wodurch sich Deutschland zum ersten Mal in der Geschichte des
Wettbewerbs den Davis-Cup sicherte. Im Jahr darauf erreichte Charly Steeb
mit der deutschen Mannschaft erneut das Davis-Cup-Finale. Der Gegner in der
Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart war erneut Schweden und erneut
holte Deutschland den Titel. Zwar verlor Steeb seine beiden Einzel gegen
Mats Wilander und Stefan Edberg, Boris Becker bezwang jedoch Stefan Edberg,
siegte mit Eric Jelen gegen das schwedische Doppel Anders Järryd/Jan
Gunnarsson und errang mit einem Sieg über Wilander schließlich den
entscheidenden dritten Punkt. Auch beim dritten und bisher letzten deutschen
Davis-Cup-Triumph war Carl-Uwe Steeb Mitglied des deutschen Teams,
allerdings nur als Ersatzmann für die beiden Einzelspieler Michael Stich und
Marc-Kevin Goellner sowie Patrik Kühnen, der an der Seite von Stich im
Doppel zum Einsatz kam.
Charly Steeb fühlte sich insbesondere auf Sandplätzen heimisch. Dabei kam
ihm insbesondere seine hervorragende Physis zugute. In Punkto Schnelligkeit,
Ausdauer, Kraft und Kampfgeist gehörte Steeb immer zu den besten seiner
Zunft. Größere Erfolge verhinderte die Tatsache, dass Steebs Spiel etwas
variantenarm war und stark von seiner guten Vorhand abhing. Sein Aufschlag
war durchschnittlich, seine Rückhand für das Weltklasseniveau eher
unterdurchschnittlich. Das Spiel am Netz gehörte nicht zu seinen Stärken.
Nach zehn Jahren als Profi beendete Steeb 1996 seine Spielerkarriere. Von
1999 bis 2001 war er Kapitän des deutschen Davis-Cup-Teams, als Nachfolger
von Boris Becker.
Carl-Uwe Steeb ist regelmäßig bei Tennis-Übertragungen im ZDF als Experte
und Co-Moderator zu sehen, meistens an der Seite von Rudi Cerne.
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Januar 2008, 21:33 UTC. URL:
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(Abgerufen: 14. Februar 2008, 20:23 UTC)
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