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Dieter Thoma (* 19. Oktober
1969 in Hinterzarten) ist ein ehemaliger deutscher Skispringer. Der
gebürtige Schwarzwälder war in den 1990er Jahren einer der weltbesten
Skispringer.
Sportkarriere
Thoma wuchs an den von Vater Franz Thoma gebauten Skiliften in Hinterzarten
auf. Dieter Thoma war nicht der erste erfolgreiche Skispringer seiner
Familie: Sein Onkel Georg Thoma war in den 1960er Jahren Weltmeister und
Olympiasieger in der Nordischen Kombination.
Als 16-jähriger gewann er erstmals den deutschen Meistertitel und wurde
Juniorenweltmeister. Seine ersten Weltcuppunkte holte er am 1. Januar 1986
in Garmisch-Partenkirchen mit Platz elf.
Im Alter von nur 19 Jahren gewann Thoma seinen ersten Weltcup in Thunder
Bay. Zwei Jahre später (1990) triumphierte er als erster Westdeutscher 30
Jahre nach Max Bolkart bei der prestigeträchtigen Vierschanzentournee und
wurde zum Ende der Saison außerdem Skiflug-Weltmeister im norwegischen
Vikersund. Danach etablierte sich Thoma in der Weltspitze und belegte
1996/97 den zweiten Platz im Gesamtweltcup.
Vor der Saison 1993/1994 stellte Dieter Thoma seine Technik vom inzwischen
überholten Parallel- auf den V-Stil um und gewann bei den Olympischen
Winterspielen 1994 in Lillehammer mit der deutschen Mannschaft die
Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb. Außerdem erreichte er auf der
Normalschanze den Bronzerang. Insgesamt gewann Thoma 13 Medaillen bei
Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.
Nach der Saison 1998/99, in welcher er mit der deutschen Mannschaft die
WM-Goldmedaille errungen hatte, trat Dieter Thoma vom Leistungssport
aufgrund vieler Verletzungen und starker Schmerzen zurück. Insgesamt acht
Knieoperationen, zwei komplizierte Oberschenkeloperationen sowie ein
Armbruch und einige Gehirnerschütterungen waren der Hintergrund.
Am Silvesterabend 1999/2000 beendete Dieter Thoma seine Laufbahn als
Skispringer genau um Mitternacht mit dem sogenannten "Jahrtausendsprung" von
der Schanze in Garmisch-Partenkirchen endgültig.
Tätigkeit im Fernsehen
Als sich der private Fernsehsender RTL zu Beginn des neuen Jahrtausends die
Übertragungsrechte an ausgewählten Springen sicherte, wurde Thoma als
Experte engagiert. Lange Jahre moderierte er gemeinsam mit Günther Jauch die
RTL-Skisprungübertragungen, mit dem er auch zwei Mal für den Deutschen
Fernsehpreis nominiert war. Für seine Arbeit als Experte gewann Thoma mit
der Goldenen Victoria und dem Bayrischen Fernsehpreis zwei Medienpreise.
Nachdem RTL sich im Sommer 2007 von der Übertragung weiterer Springen
zurückzog, wechselte Thoma mit Beginn der Saison 2007/2008 als Experte der
Skisprung-Übertragungen zur ARD.
Unter anderem arbeitet Thoma an verschieden Projekten (Golf/Skispringen) und
gibt sein Wissen aus 15 Jahren Hochleistungssport und jahrelanger (seit
2000) Fernsehmoderation als Referent bei Seminaren/Incentives/Tagungen/Sportlehrgängen
unter dem Motto: „Wer mit einer Hand an der Vergangenheit hält, hat nur eine
für die Zukunft frei“, weiter.
Privatleben
Mit seiner Ex-Frau Manuela Thoma-Adofo hat Thoma zwei Kinder. Mit seiner
Freundin Mandana Daub hat er eine Tochter.
Lesen Sie mehr auf Sporthelden.de:
Kurzporträt Dieter Thoma
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Artikel Dieter
Thoma (Skispringer). In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
Bearbeitungsstand: 6. Januar 2008, 18:32 UTC. URL:
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(Abgerufen: 15. Februar 2008, 09:19 UTC)
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